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Pokalhalbfinale |
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08.04.2008 |
18:00 Uhr |
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Halbzeit: |
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0 |
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4 |
(0:1) |
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SG Hed./Ro-Wi/Se.2 |
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UNITED! |
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Bericht: |
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Bilder: |
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Am späten Nachmittag
startete die United-Kolonne vom Stützpunkt Lindenhalle mit Kurs auf
Hedeper, wo gegen die SG He/Ro/Wi/Se/Trulala 2 das bis dahin wichtigste
Spiel der Mannschaftsgeschichte anstand: das Pokal-Halbfinale. Ohne
Nervosität und auch ohne Wimpel für den Gastgeber, dafür mit gesunder
Anspannung, voller Konzentration und einer offenen Kofferraumklappe
(„Die Sicht war noch nie so gut!“) ging es die ersten 20 Meter vom
Parkplatz. Dann wurde der Kofferraum geschlossen, Anspannung und
Konzentration blieben aber weiterhin auf hohem Niveau. Schließlich wußte
niemand so recht, was für ein Gegner die Wolfenbütteler erwarten würde.
Das Team aus dem Süden des Landkreises war immerhin bis ins Halbfinale
gekommen, das konnte doch kein Zufall gewesen sein, oder?
An der in durchaus idyllischer Landschaft in Sichtweite des Fallsteins
gelegenen Spielstätte – die die allermeisten Uniteds zum ersten Mal
bespielen sollten – angekommen, stellte sich der Platz schnell als, na
sagen wir ’Herausforderung’ heraus. Der annähernd quadratische Rasen
unterschied sich bezüglich Graslänge und Oberflächenstruktur nicht
besonders von den umliegenden Äckern. Von Zeit zu Zeit wurde eine Dogge
in den Ausmaßen eines heranwachsenden Kalbs um den Platz herumgeführt
und es schien, als sei dieses Geschöps das einzige Mittel der
Dorfbewohner, die Rasenlänge zumindest unter 20cm zu halten.
Nach der vorbereitenden Ansprache des Coaches, die jedem noch einmal die
Wichtigkeit des Spiels verdeutlichte und gleichzeitig die sich bietende
Riesenchance, für United den Weg zu einem Titel zu ebnen, pfiff
Schiedsrichter Felis das vermeintliche Kracherspiel an. Schon
unmittelbar nach dem Anstoß mußte man jedoch feststellen, daß es sich
nicht um ein Duell auf Augenhöhe handelte, sondern eher um einen
Zweikampf Panzer gegen Bollerwagen. Der MTV-Kampfkoloß brach ein ums
andere Mal durch die „Abwehr“ des Gegners, allein seine zahlreichen
Granaten fanden nicht ihren Weg in des Gegners Gehäuse. United war von
Beginn an drückend überlegen und hatte während der gesamten ersten
Hälfte einen Ballbesitz von gefühlten 95 zu 5 Prozent, nur ein Tor
wollte nicht fallen. Daß das Spiel einen solchen Verlauf nahm, hing
sicher auch mit dem Zustand des Gegners zusammen, denn einige der im
Durchschnitt ungefähr 45-jährigen Kicker rochen, als seien sie (noch?)
voll wie Strandhaubitzen, um in der kriegerischen Terminologie zu
bleiben.Überdies spielte HeRoWiSe ab der 10. Minute nur noch zu zehnt,
nachdem sich einer ihrer Spieler dazu hatte hinreißen lassen, den in
unmittelbarer Nähe postierten Unparteiischen als F***** zu titulieren.
Auch mancher United geriet ob der Bewertung des Spielgeschehens durch
den Schiri in Rage, insbesondere was dessen Auslegung von fairen
Zweikämpfen und Nicht-Abseitspositionen anging.
Unter dem Dauergequäke einiger Kinder, die pausenlos „scheiß
Wolfenbüttel“ oder auch „scheiß Bayern München“ skandierten, genau läßt
sich das nicht sagen, fiel kurz vor der Pause das erlösende 1:0 für den
zu jenem Zeitpunkt deutlich auszumachenden Favoriten – United. Knipser
Markus Lauerer erreichte wieder einmal ein schöner Steilpaß, die Pfeife
blieb diesmal stumm und United führte höchstverdient. Bei weniger
schwierigem Geläuf wäre die Pausenführung vermutlich um einiges höher
ausgefallen, doch der unebene bis hügelige Platz erstickte jedes
Kombinationsspiel sofort.
Obwohl sich die Weißen in der Kabine vorgenommen hatten, ihrer
offensiven und sicheren Linie in der zweiten Hälfte treuzubleiben,
machte sich nach Wiederanpfiff ein gewisser Schlendrian breit, getreu
der alten Tennisweisheit: „Unter einem schlechten Gegner leidet das
eigene Spiel.“ Man spielte weit weniger souverän als in Hälfte eins,
dafür fielen als Ausgleich nun einige Tore: Christian Schöps nach
Querpaß mit dem 2:0 und Thomas Lauerer nach energischem Solo mit einem
Flachschuß ins linke Eck.
Anschließend mußten die wieder zahlreichen United-Fanatiker von außen
noch eine häßliche Szene anschauen: der gegnerische Torwart, Typ
fleischgewordener Hau-den-Lukas, erwischte United-Idol Christian Schöps
an seiner einzigen verwundbaren Stelle. Nachdem es zum Austausch einigen
Trashtalks zwischen dem Strafraumungeheuer und der Pappnase zwischen den
Pfosten gekommen war, wollte der augenscheinlich mit dem Verstand eines
Ballnetzes versehene Kraftprotz endlich mal etwas zu fassen kriegen.
Unsere äußerst entfernten Vorfahren, die Ankylosaurier, waren am ganzen
Körper durch Knochenplatten geschützt. Nur auf der Unterseite waren sie
schutzlos. Das schien der hinterhältige Angreifer zu wissen, denn er
schlug den Schöpsosaurus… genau: in den Bauch. Der Schiedsrichter hatte
den Vorfall nicht gesehen. Glücklicherweise ist der United-Stürmer ein
zäher Bursche, so daß die miese Attacke keine weiteren Folgen hatte.
Nach einem kurzen Tohuwabohu beruhigte sich die Situation wieder, und
nach dem finalen 4:0 durch Carsten Alpers konnte gemeinsam gejubelt
werden.
Auch United-Torwart Stefan Keye konnte dann endlich seinen Platz räumen,
nachdem er das Spiel über praktisch beschäftigungslos geblieben war und
man wegen der Kälte schon um seine Gesundheit fürchten mußte. Auch die
Sonne verabschiedete sich pünktlich mit dem Abpfiff, und in der Kabine
floß noch das eine oder andere Siegerbier.
United steht zum ersten Mal in seiner Geschichte in einem Pokalfinale!
Der Gegner für den 7.5. wird nächste Woche im Spiel zwischen Wittmar und
Werla ermittelt.
von Philipp Bauer
UNITED! spielte mit folgender Startaufstellung:
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Alpers (1) M.Lauerer
(1) |
| T.Lauerer
(1) |
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Bock Stiefler |
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| Fischer
Obermeier |
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Bauer
Duderstadt |
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M.Koch |
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Keye |
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(Tore)
Eingewechselt: Seidel,
Rieger, Schöps (1)
Coach: Heldt
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