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6. Punktspiel 16.10.05  Lindener SV 2 - UNITED!  5:0 (4:0)

5:0!!!??? Was war da mit UNITED! los, werden sich diejenigen fragen, die nicht den Weg an zum Lindener Sportplatz gefunden haben. Die 500 UNITED!-Fans, die vor Ort waren, haben gesehen, dass mindestens 3 bis 5 Tore zu viel gefallen sind. Aber der Reihe nach… 

Kein anderes Spiel hatte jemals soviel Aufmerksamkeit bekommen wie dieses! So wurden die auswertigen Studenten extra am Mittwoch zum großen Geheimtraining eingeflogen und bis Sonntag gab es dann auch Ausgeh- und Ausziehverbot für alle Spieler. Zu groß war die Gefahr, dass jemand ein Gespräch belauschen könnte und somit die Taktik erfährt. Leider haben sich nicht alle dran gehalten und so muss einer der zahlreichen Lindener Spione Wind von der Supertaktik gekriegt haben. Anders ist das Nicht-Entfalten der geheimen Kräfte und des ansich daraus resultierenden Erfolges, der dann nicht eintrat nicht zu erklären.

Bereits vor dem Warmmachen wurde von Lindener Seite alles dafür getan, um UNITED! aus dem Konzept zu bringen. UNITED! stiefelte gerade mit ihrem Maskottchen Bier-Karsti über den Platz, um ihn wie immer an der Seitenlinie zu platzieren, da dachten sie schon, dass sie erste Hilfe leisten müssen, weil ein Oberlippenmensch wie von der Hornisse gestochen über den Platz auf sie zulief. Meine ersten Gedanken waren: „Zum Glück ist Thomas L. schon mit draußen, der kennt sich ja mit Insekten aus und kann dem Mann bestimmt helfen.“ Aber es war keine Hornisse, die den Mann so fuchsig werden ließ…nein, es war Bier-Karsti. Er schrie uns an, dass die Flaschen bloß in Karsti bleiben sollen, was wir auch befürworteten, da es erst einmal eine Schlacht zu schlagen galt. Anstatt sich damit zufrieden zu geben pöbelte der Oberlippenmensch weiter und war schon an der Schwelle zur Handgreiflichkeit. Erst „Lausbub“ Peter Lauerer konnte ihn beruhigen und vor schlimmeren bewahren. UNITED! ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und machte sich mit vollem Einsatz warm.

Der Kampfschrei von UNITED! vor dem Anpfiff war im gesamten Landkreis zu hören und selbst in Bremen bebte wohl noch der Boden. Linden hatte Angst, das merkte man. Doch erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Denn nach 2 Minuten wurde unser Berserker Simon „Mücke“ „Mykland“ Seidel unfair im Zweikampf angegangen und die logische Folge für den Schiedsrichter (auch 12. Mann genannt in Linden, bei uns sind das die Fans) war Freistoß für Linden. Seltsam. Drin. Mist! So einen Rückschlag muss man erstmal verkraften, tat UNITED! aber auch und spielte unbeirrt weiter. Bis zur 10. Minute. Denn da testete der Schiri wieder einmal, ob seine Pfeife so verstopft ist, wie seine Arterien, und da sie es nicht war, musste er ja auch einen Freistoß geben. Wieder für Linden, wieder drin. Mist! Mist! Bis dahin war wenig spielerisch vom Gastgeber zu sehen gewesen und auch danach glänzten sie nicht wirklich. UNITED! machte das Spiel und hatte auch durch Feuerstein und Brennecke seine Torchancen. Leider sind wir noch keine 30 und haben auch noch nicht im Bezirk unsere Buden gemacht, so dass es uns einfach an der Cleverness fehlte. Die besaß Linden, dann bei ihrer ersten rausgespielten Chance und traf zum 3:0. Mist! Dann gab der Schiedsrichter noch Elfmeter für Linden, weil Stephan Keye den Ball führte und der Gegenspieler daneben hinfiel. Ups! Konstantin Mack, UNITED!s No. 1 konnte den platziert in die Mitte geschossenen Elfmeter aber sicher parieren, er weiß halt, wo der Schütze hinschießt, wenn er wenigstens das Tor treffen will. Aber bald darauf fiel auch schon das 4:0 durch Jan Koller nach einer Freistoßflanke. Standards beherrschen die Jungs aus Linden nun mal. Mist! Und durch ihren Freund, den Schiri bekommen sie ja auch genug davon.

Halbzeit! MIST!!! Ansprache des Trainers war geil, genauso wie die vor dem Spiel! Und es war klar, dass es jetzt nur noch eines geben kann. Das Spiel auf ein Tor. Lindeneintopf. UNITED! war trotz der 4 Gegentore hungrig und gab sich noch nicht geschlagen, da sie wussten, dass diese 4 Tore nicht aufgrund der spielerischen Überlegenheit zu Stande gekommen sind.

Anpfiff 2. Halbzeit. Der Druck der gemacht wurde ließ sich nicht mehr in physikalischen Einheiten messen und Linden schwitzte. Nicht wegen der Hitze oder weil sie zu viel gelaufen sind, nein, es war die pure Angst. Mit Mann und Maus umstellten sie den eigenen Strafraum. Die Plexiglasscheiben im Kasten der Gastgeber konnte man erst sehen, als sie nach Abpfiff abgenommen worden. Aber dagegen Einspruch einzulegen bringt eh nix, da man den Verein, für den UNITED! startet beim Kreis nicht so gerne mag, das wissen wir ja. Die Plexiglasscheibe war es auch, die dann die Vorlage zum 5:0 gab, nachdem Peter Lauerer einen Hammer auspackte und der Ball, der eigentlich hätte in die Maschen gehen müssen von der Scheibe abprallte und den Konter einleitete. Am UNITED! Strafraum kam der Ball zum da rumsitzenden Stürmer, der ansich meilenweit im Abseits war, aber da die Plexiglasscheibe kein Spieler ist, kam der Ball halt von unserem Mann und der Stürmer konnte gemütlich einschieben. 5:0. Mist! Trotzdem UNITED! kämpfte weiter und die Scheibe bekam schon Risse, so wütend waren die Schüsse auf den Kasten, aber sie wollte nicht brechen. Wer weiß, wie viele Punkte UNITED! entführt hätte, wenn die Scheibe 10 Minuten vor Schluss doch noch gebrochen wäre. Sicherlich 3!

UNITED! hat sich auf keinen Fall unter Wert verkauft und man muss halt eingestehen, dass Linden cleverer war. Aber man sieht sich immer zweimal im Leben und in einem halben Jahr haben auch wir wieder ein bisschen mehr Cleverness und an der Halberstädterstraße werden die Tore nicht vernagelt. Höchstens vom UNITED!-Abwehrbollwerk!

Die Saison ist noch nicht zu Ende und UNITED! lebt und liebt! Das sollte jedem Bewusst sein!!!

von Robert Heldt

 

UNITED! spielte mit folgender Startaufstellung:

 

Mack

 

Keye

        Seidel               Obermeier     
 
 Feuerstein                  Bock
 
 
T.Lauerer                     Heldt

Novak

M. Lauerer                    Brennecke

 
 
 

(Tore)

Eingewechselt: P.Lauerer,  Duderstadt, Stiefler

Coach: Hueske